Entscheidungen fallen mit einem Wimpernschlag

dieser Brief kommt heute nicht zu dem Zeitpunkt, an dem er ursprünglich vorgesehen war, und genau darin liegt mehr Präzision als in jeder pünktlichen Zustellung, denn wenn du auf einem gewissen Level unterwegs bist, erkennst du, dass sich nicht alles planen lässt und dass die Fähigkeit, Verschiebungen einzuplanen, oft wertvoller ist als die Fähigkeit, sie zu vermeiden.

Ich schreibe dir aus Portofino, einem Ort, an den ich seit Jahren immer wieder zurückkehre, meist im April und manchmal noch einmal im Juni, weil sich hier eine Form von Realität zeigt, die in den meisten Umgebungen überdeckt wird, nicht weil sie dort nicht existiert, sondern weil sie nicht so klar sichtbar ist und genau aus diesem Ort wollte ich dir schreiben, da es die Essenz ist aus meinen bisherigen Briefen an dich.

Wenn du hier sitzt und beginnst zu beobachten, merkst du relativ schnell, dass du dich in einem Umfeld bewegst, das von Menschen geprägt ist, die man im klassischen Sinne als High Net Worth Individuals bezeichnen würde, also Personen, die nicht nur finanziell auf einem sehr hohen Niveau agieren, sondern deren gesamtes Leben so strukturiert ist, dass sie Entscheidungen nicht aus Mangel, sondern aus Auswahl treffen, und genau deshalb erkennt man sie nicht an dem, was sie tragen, sondern an dem, was sie nicht nötig haben.

Sie sind reduziert, nicht auffällig, nicht demonstrativ, nicht interessiert daran, gelesen oder gesehen zu werden, und genau deshalb werden sie wahrgenommen, während gleichzeitig Menschen um sie herum sind, die genau das versuchen, die sich sichtbar einfügen wollen, die sich anpassen, die imitieren, die versuchen perfekt aufzutregen und für einen Moment wirkt es stimmig, bis dieser eine Punkt kommt, an dem der Unterschied sichtbar wird, ohne dass jemand etwas sagen müsste.

Es zeigt sich nicht in der Kleidung, sondern in der Bewegung, in der Art, wie jemand sitzt, wie jemand den Blick hebt, wie jemand sich durch die Haare streicht, ohne sich selbst dabei zu kontrollieren, während ein paar Meter weiter jede Geste einen Hauch zu bewusst ist, ein Blick einen Moment zu sehr gesetzt wird, als würde er überprüft werden, während er geschieht, und genau diese minimale Spannung reicht aus, um gelesen zu werden.

Du merkst es sofort, ohne es zu analysieren.

Du merkst, wer ist und wer sein will.

Ich habe an diesem Ort über die Jahre hinweg immer wieder Menschen erlebt und getroffen, unter anderem meinen damaligen CEO Jeff Bezos, den CEO von Uber Dara Khosrowshahi, Gründer und Führungspersönlichkeiten von Getir sowie den CEO von Expedia, Mark Okerstrom und das Einzige, was sich in all diesen Begegnungen wiederholt hat, ist nicht das Offensichtliche, sondern die Art, wie schnell und wie klar entschieden wird, mit wem gesprochen wird und mit wem nicht. Sogar der Gründer von Alibaba hat sich mit mir unterhalten.

Ich saß an einem der Tische, umgeben von Menschen, die objektiv betrachtet alle Zugang zu diesen Personen hatten, und trotzdem wurde ich angesprochen und wo andere aus dem Häuschen wären ist das für mich selbstverständlich, weil ich weis die Entscheidung ist bereits gefallen, bevor überhaupt ein Wort gewechselt wurde, und genau das ist der Punkt, den die meisten nicht verstehen, weil sie glauben, dass Auswahl auf Inhalt, Aussehen, Figur und Kleidung basiert, während sie in Wahrheit auf Einordnung basiert.

Diese Menschen entscheiden nicht später.

Sie entscheiden sofort mit einem Wimpernschlag. Entweder entscheiden sie sich für dich oder gegen dich.

Auf einer Ebene, die schneller ist als jedes Denken, und genau deshalb kannst du sie nicht überzeugen, indem du noch näher an ihren Tisch rückst, dich auffällig verhaltest oder besonders gut gekleidet bist, sondern nur, indem du bereits so gelesen wirst, dass keine Überzeugung mehr notwendig ist und man sich für dich entscheidet, ohne dass du überhaupt gesprochen hast.

Im ersten Brief haben wir darüber gesprochen, dass Kleidung keinen Status erzeugt, sondern ihn nur sichtbar macht, im zweiten Brief ging es darum, dass das Gehirn diese Einordnung trifft, bevor du überhaupt sprichst, und hier siehst du das Ergebnis, in einer Form, die sich nicht mehr wegdiskutieren lässt.

Menschen werden gewählt oder eben nicht.

Wenn du das einmal wirklich gesehen hast, verstehst du auch, warum so viele Strategien ins Leere laufen, weil sie versuchen, an einer Stelle zu wirken, die zu diesem Zeitpunkt längst abgeschlossen ist.

Du hast lange genug erlebt, wie Entscheidungen über dich getroffen werden.

Ich möchte, dass du zu der Person wirst, für die man sich entscheidet, nicht später, nicht nachdem du dich erklärt hast, sondern in dem Moment, in dem du in Erscheinung trittst.

Ich möchte, dass du aufhörst, darauf zu reagieren, wie andere dich einordnen, und beginnst zu verstehen, wie diese Einordnung überhaupt entsteht, sodass du nicht länger innerhalb eines Systems agierst, das dich bewertet, sondern aus einer Position heraus, in der du selbst bestimmst, was Gewicht hat.

Nimm das Führungszepter in die Hand, auf eine Weise, die nicht gespielt ist, sondern gelesen wird.

Die Vorlesung trägt den Titel Decision Makers ( Entscheidungsträger) und ist darauf ausgelegt, dir nicht zu zeigen, wie du dich besser präsentierst, sondern wie du zu der Person wirst, über die nicht mehr entschieden wird, weil sie selbst entscheidet, wie sie gelesen wird. Danach werden dich, genauso wie mich Menschen ansprechen bei denen andere nur Träumen mit ihnen einen Austausch von 20 Sekunden haben zu dürfen.

Diese Kunst bringe ich 10 Personen bei und du kannst gerne dabei sein.

Am 07.05.26 um 21:00 Uhr OHNE AUFZEICHNUNG

Decison Maker (Enscheidungsträger)

Aber davor lesen wir uns noch nächsten Montag bei off market intelligence in meinem nächsten Brief

Harika